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"Königliches Gemüse"
Schon seit sehr langer Zeit gilt Spargel als "königliches Gemüse". Denn bereits vor mehr als 5000 Jahren wurde der Spargel den ägyptischen Königen als Delikatesse serviert. Wandmalereien von Spargelmahlzeiten in den Königspyramden legen davon Zeugnis ab. Die Herrscher des Altertums kannten allerdings nur den grünen Wildspargel.
Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts war die Methode, Spargel in Hügel zu ziehen, bekannt. Dadurch dass der Spargel lichtgeschützt im Hügel wächst, war somit der weiße Spargel erfunden.
Weißspargel braucht leichte, sandige Böden, die sich schnell erwärmen.
Nach Pflanzung der Wurzelstöcke (Rhizome) Ende März/Anfang April, kann der Spargel im dritten Jahr zum ersten Mal vier Wochen lang, und ab dem vierten Jahr während der ganzen Saison geerntet werden.
Beim Spargelstechen zeigen feine Risse auf dem Erdhügel wo in Kürze Spargel durchbrechen. Dort werden die Stangen von Hand freigelgt, mit einem Spezialmesser in etwa 25 cm Tiefe abgeschnitten und in einen Korb gelegt. Danach wird das Ernteloch sofort wieder mit einer Kelle verschlossen und glattgestrichen.
Die Spargelsaison beginnt je nach Witterung Anfang bis Ende April und endet am 24. Juni (St. Johann). Danach lässt man die Spargelpflanzen auswachsen. Im Laufe des Sommers erlangen sie eine Strauchhöhe von bis zu 2 m. Bis Mitte/Ende September regenerieren sich die Spargelpflanzen. Im Herbst beginnen die Pflanzen ihre angesammelten Reservestoffe in den Wurzelstock zu verlagern, um damit für die nächste Ernte den Grundstock zu legen.
Nährwert
Gekochter Weißspargel hat nur 13 kcal (52 kJ) pro 100 g. Er enthält aber eine ganze Reihe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders zu erwähnen sind Vitamin K, Folsäure und Biotin, die u.a. am Knochenstoffwechsel, an Haut- und Haaraufbau und an der Zellerneuerung beteiligt sind. Seine Balaststoffe wirken verdauungsfördernd und das in ihm enthaltene Asparagin wirkt entwässernd.
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